Kerries Welt. Wie Kerrie Kelly die Landliebe auf Amerikanisch feiert.

„Jeder verdient gutes Design“, sagt Kerrie Kelly. Überschüttet mit Wohndesignpreisen arbeitet die Innenarchitektin und Style-Kolumnistin aus Sacramento für internationale Marken. Auf der Ambiente 2015 schilderte sie als Gastbloggerin die Interior-„Coziness“ – jene moderne Gemütlichkeit –, nach der der nordamerikanische Markt derzeit ruft. Wir haben die Kennerin ein Stück begleitet. Nicht nur ihre Neuigkeiten in Sachen „Schöner grillen“ machten uns den Mund wässrig.

Bear hug! Ambiente Gastbloggerin Kerrie Kelly sprühte vor positiver Energie, als wir sie begrüßten. Seit über 20 Jahren ist die US-Amerikanerin im Interior-Business und weiß genau, worauf es ankommt. Für ihre Privatkunden in den USA spürt sie die neuesten Wohntrends auf und richtet ganze Häuser ein, von der Beleuchtung bis zur Couchlandschaft. Im Sonnenstaat Kalifornien, wo sie zuhause ist, bestimmt eine lässige Urlaubsstimmung viele Ideen für die schöne Tafel. So waren wir gespannt, was die Stilexpertin beim Ambiente Rundgang als echte Überflieger in Sachen Tischkultur und Interior erkennt. Wir baten Kerrie Kelly unsere Sätze zu vervollständigen, und sogleich war sie Feuer und Flamme.

In Kalifornien …
Kerrie Kelly: „In Kalifornien scheint die Sonne. Und das nicht zu wenig. Das Leben findet vor allem draußen statt. Ein Barbecue ist daher für uns so etwas wie ein Kulturgut. Familie, Freunde, alle um den Grill, ich liebe das.“

Grillen-Ultimae-BBQ-Steakteller-Villeroy&Boch-Fleischplatte-Ambiente

Knusprig und heiß vom Grill serviert man …
„Vooorsichtig! Aber im Ernst, Tischkultur finde ich outdoor wichtig. Pappteller, don’t! Es gibt doch Geschirr, mit dem man Gegrilltes überall mit Stil servieren kann. Schaut, der elegante weiße Steak- und Burgerteller aus der ‚Ultimate BBQ‘-Serie von Villeroy & Boch, hübsch unterteilt für Fleisch, Salat und Saucen. Willst du den Teller in Medium, Large oder XL? Wie ich hörte, hat die Serie den Red Dot Design Award 2015 gewonnen, zu Recht! Oder die Dipschale aus der Serie, der Holzträger ist abnehmbar, was für eine zauberhafte Idee. Und jetzt haltet euch fest: Die große ‚BBQ‘-Fleischplatte hat Abtropfrillen, so bleiben Steaks und Gemüsespieße saftig, ohne durchzuweichen. Das Porzellan speichert außerdem die Wärme. Wolltet ihr das etwa gegen einen Pappteller tauschen?”

Mein Stil ist …
„To cut it short: Mein Stil ist eine Mischung aus moderner US-Eleganz und ländlichem Understatement. Wenn wir grillen, über uns die Sonne von Sacramento, verschwimmt die Grenze zwischen Küche und Garten. Draußen schneide ich frische Kräuter, werkle und plaudere. Naturbelassenes Holz, gern in einem warmen Honigton, ist meine liebste Arbeitsfläche. Wenn man reinweißes Geschirr dazunimmt, stellt das die organischen Elemente noch mehr in den Vordergrund. Außerdem kann ich Weiß gut mit dem kombinieren, was ich an Geschirr schon habe. Modern Country funktioniert aber auch im City-Loft und ohne grünen Daumen. Hölzer, ja auch derberer Machart, Leinen, dazu geradliniges Design und hochwertiges Porzellan sind die richtigen Zutaten für ein gutes Interior.“

Zuletzt habe ich mir gegönnt … 
„Ich habe alle Wände weiß streichen lassen, ein großer Schritt für ein amerikanisches Haus. Sehr europäisch, sage ich. Weiße Wände hatte ich in Prag gesehen und wusste: Das will ich auch! Nur unser Esszimmer bekam ein sattes Marineblau, was übrigens eine sehr dramatische Farbe ist. Aber ich wechsle die Farben häufiger, und wer weiß, wie meine Wände in ein paar Monaten aussehen.“

Amazonia Anmut-Besteck-Gläser-Passionsblumen-Artesano Provençal Lavendel-Ambiente

Das Unerwartete ist …
„Das Unerwartete ist, etwa einen transparenten ‚Ghost‘-Stuhl von Philippe Starck in ein verspieltes Setting zu bringen, als Solitär im Raum oder Gruppe an einen farbenfrohen, überbordenden Tisch. Mir hat es unter den Neuheiten das ‚Amazonia Anmut‘-Porzellanservice von Villeroy & Boch angetan. So exotisch, so lebendig, so aufregend. Schmetterlinge, Passionsblumen, eine andere Welt. Alexander von Humboldt und seine Forschungsreisen standen gedanklich für das Service Pate. Sehr dezente Gläser und schlichtes, aber hochwertiges Besteck machen das Tropical Feeling perfekt. Zu viel des Guten, also zu viele Farben und unruhiges Formenspektakel, nimmt allen Charme.“

Gott in Frankreich mag …
„Er mag sicher von schönen Tellern essen. Und wenn er schon in Frankreich i(s)st, sollte alles um ihn herum nach Lavendel aus der Provence duften. Das ist Sommer pur, und wie meine Landsleute mag ich diesen Duft aus dem alten Europa sehr. Göttlich, wenn dann noch das Geschirr dieses Feeling motivisch aufgreift. Sanftes Lila, liebliche Blüten, das leichte Porzellan, begleitet von rustikalen Elementen wie Schiefer und Akazienholz. Diesen Traum habe ich auf der Ambiente gefunden. ‚Artesano Provençal Lavendel‘ heißt das Service, und eines ist sicher: Ich will es in Sacramento haben, damit schlage ich mein Sommerlager auf.“

Sixties-Glasvasen-Rautenlook-Ambiente

Die Amerikaner lieben den Stil …
„Wir lieben den coolen Stil der Sixties. Die US-Fernsehserie ‚Mad Men‘ ist nicht ohne Grund so erfolgreich. Große Glasvasen in kräftigen Farben und bunte Gläser im Rauten-Look sind wieder da. Hooray!

Niemals geht …
„Schwere Draperie, sie erstickt den Raum. Und, never, never, einen dieser alten Tischabfallbehälter. Ein Alptraum.“

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