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Roll of Fame – Perfektion der Küchenklassiker.

Wenn sich vor unserem Fenster langsam der Winter ankündigt, spüren wir die große Lust aufs Backen und sehnen uns danach, aus wenigen Zutaten einen Teig zu kneten, der, noch warm aus dem Ofen, nach Heimat und Geborgenheit im Kreis von Freunden duftet. Die Ambiente Talents Sara Cirillo und Magdalena Majnusz lieben diesen Duft und liefern schöne Beweise dafür, was Teigroller können, wenn sie zu den Bedürfnissen köstlicher Länderküchen passen.

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Volle Ladung – Teigrolle(n) à la Italia
Ist das Kunst oder kann man das benutzen? Zunächst wippen wir etwas ratlos die schlanke Röhre der Designerin Sara Cirillo in der Hand. Die Italienerin kennt das schon und erklärt, was es mit dem Prototyp auf sich hat. Sorpresa, Überraschung! Es ist ein Teigroller, erfahren wir, noch dazu einer mit Special Effect. Denn das Glanzstück aus superleichtem Aluminium lässt sich mit zwei kugelförmigen Silikondichtungen luftdicht verschließen. „Je nach Teigsorte füllt man warmes oder kaltes Wasser hinein, was die Verarbeitung vereinfacht“, erklärt die Designerin das „Geheimfach“.

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Rolle vorwärts!
Kein Geheimnis ist das unverkennbar italienische Design des Teigrollers – experimentell, elegant und zugleich bodenständig wie ein Feldweg in der Toskana. Ein guter Teig ist in der südlichen Küche Pflicht und Kür, weiß auch Sara Cirillo: „Designer Fabio Montini und ich suchten gemeinsam ein Tool, was unsere Küchenkultur ausmacht, und fanden den Teigroller. Jeder Haushalt besitzt einen, doch wir wollten diesen Gegenstand auf seinen ästhetischen Kern reduzieren und ihm ein Mehr an Funktionalität geben.“ Beim Korpus hat man die Wahl zwischen Grau, Metallic und Schwarz – alles Farben, welche die cleane Ästhetik noch unterstreichen.

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Keks und Spiele. Küchenzubehör aus Polen.
Wieder kurzes Rätselraten. Beim hölzernen Sammelsurium der Polin Magdalena Majnusz denken wir zunächst an ein Lernspiel für Kinder. Gestapelte Scheiben mit profiliertem Rand, kurze Stöcke, Kuben mit grafischen Mustern. Dann entdecken wir das Nudelholz und wissen Bescheid. All das dient der Herstellung von Nudeln und gefüllten Teigtaschen. Die „Würfel“ wiederum sind witzige Keks-Stempel. „Ein Spiel kann es außerdem sein“, sagt die Jungdesignerin, „ich möchte Menschen animieren, über den Tellerrand zu schauen. Ein Objekt hat oft mehr als nur diese eine Möglichkeit, die man ihm zutraut.“ Diese Talentvielfalt finden wir genauso beim Schneidebrett mit Mörser-Kuhle, frische wie getrocknete Kräuter können darauf verarbeitet werden.

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Gemeinsam kochen, gemeinsam essen
Magdalena Majnusz spricht über ihre Heimat: „Das Essen gemeinsam vorzubereiten und für Familienfeste zu kochen, ist ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen polnischen Küche. Deren Werkzeuge und typische Gerichte haben mich inspiriert. Meine Geräte laden zum Experimentieren ein, das Multifunktionale ist ein Teil ihres Wesens.“ Begeistert erzählt sie von einem ehemaligen Professor an der Design-Hochschule in Polen, der ihr das Werkmaterial Holz durch seine Forschungen daran ans Herz legte. Wer „Urwälder“ wie in den alten Märchen sehen will, reist nach Polen. Mit Holz hat man dort Heimatgefühle in der Hand.

Man muss gesehen haben, wie die Designerin und ihre Freunde mit den schönen Tools eine typisch polnische Spezialität zubereiten. Im Video zeigt die Wohlfühlrunde, wie Spaß einen Teig veredelt:

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