Verspieltes aus Hamburg – Die Ambiente Talents Moij Design.

Moij Design. Hinter dem Label aus Hamburg stecken Angelina Erhorn und Stine Paeper, Diplomdesignerinnen und „Talents“ der Ambiente 2015. Gemeinsam kreieren sie hauptsächlich Möbel und Wohnaccessoires mit viel Sinn für filigrane und verspielte Formen. Inspirationen liefert dem jungen Hamburger Kreativ-Duo, das wir an diesem #TalentsTuesday vorstellen, unter anderem die traditionelle japanische Papierfaltkunst Origami.

Sie haben ihr kreatives Schaffen, wie Stine Paeper sagt, eingegrenzt auf Interior-Design und Accessoires sowie Grafik-Design, „wir brechen aber auch gelegentlich mal aus in andere Bereiche. Derzeit arbeiten wir zum Beispiel an einer Trinkflaschenhalterung für Segelboote.“

Produktdesign ist eben ein weites Feld. Doch wie holt man sich den nötigen kreativen Input? Was inspiriert Designer zu Formsprache und Look ihrer Objekte? „Inspiration finden wir eigentlich ständig in den alltäglichsten Situationen. Wir gehen immer mit offenen Augen durch die Welt. Wir experimentieren aber auch gerne mit Materialien oder Techniken.“

Dabei folgt das Design-Duo Erhorn-Paeper keiner konkreten Aufgabenteilung. „Aber ich übernehme öfter den Part der Fertigung“, so Angelina Erhorn, „und Stine kann beispielsweise besser visualisieren. Wir ergänzen uns bei vielen Dingen.“

Es macht natürlich einen Unterschied, ob man als Künstler nach dem Prinzip „L’Art pour l’art“ vorgehen kann oder aber den Auftrag hat, einem bestimmten Nutzgegenstand ein ansprechendes Design zu verleihen. Beim Produktdesign gehen Angelina Erhorn und Stine Paeper, wie sie sagen, recht klassisch vor: „Wir fangen in der Regel an, eine grobe Idee zu skizzieren und erstellen ein Moodboard. Anschließend wird dann im zweiten Schritt am Computer weiter visualisiert, und – wenn es möglich ist – auch in der Werkstatt ein Modell gebaut“, so Stine Paeper.

Schließlich ist beim Design von Produkten für die tägliche Nutzung die Praktikabilität ebenso wichtig wie der Look. Form follows function. Oder etwa nicht? Angelina Erhorn stimmt nur zum Teil zu: „Natürlich ist beides wichtig. Bei uns steht allerdings immer die außergewöhnliche Form im Vordergrund. Und wenn eine wunderbare Form bedeutet, dass man ein Geschirr nicht stapeln kann, dann ist das halt so. Vielleicht könnte man bei uns sagen: form follows concept.“Da scheint es wenig verwunderlich, dass Angelina Erhorn die Arbeiten der spanischen Stardesignerin Patricia Urquiola besonders liebt: „Sie experimentiert auch viel mit Materialien und entwirft wahnsinnig schöne, außergewöhnliche Möbelstücke.“ Bei der Frage nach Design-Ikonen reist Stine Paeper indes in der Zeit etwas zurück: „Mir gefällt das Design-Duo Ray und Charles Eames. Die beiden haben tolle Möbelstücke entworfen, waren aber auch interdisziplinär tätig und haben versucht, die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.“

Das beste Beispiel für den Look von Moij, so die beiden Jungdesignerinnen und Ambiente Talents, ist sicher ihr „liebgewonnenes“ Projekt: das Origami-Geschirr. „Inspiriert von der japanischen Kunst des Papierfaltens haben wir verschiedene Schalen, Teller und Becher aus quadratischem Papier gefaltet“, erklärt Stine Paeper. „Das Papier wird dann mit Gips abgeformt, und dann kann in die Gipsform das Porzellan gegossen werden.“ Ursprünglich wollten die beiden gerne einen Hersteller finden, der das Geschirr für sie produziert. „Dies gestaltete sich jedoch sehr schwierig“, sagt Angelina Erhorn. „Kurzerhand entschieden wir uns dann, das Projekt selbst in die Hand zu nehmen und starteten ein Crowdfunding auf www.Startnext.de.“

Dort konnten die Leute für das Projekt spenden und als Dankeschön eines der ersten Snackschalen-Sets erhalten. Das Crowdfunding war erfolgreich, und mit der erreichten Summe konnte Moij Design mit der Produktion des Geschirrs beginnen. „Wir haben auf diese Weise eine erste Kleinserie von 500 Snackschalen produzieren können“, so Stine Paeper. „Mittlerweile haben wir eine Porzellanwerkstatt in Hamburg-Harburg und produzieren eine ganze Geschirrserie, die wir über verschiedene Online-Shops und im Hamburger Geschäft ‚99cubes‘ vertreiben.“moij2Noch größere Bekanntheit für Moij Design versprechen sich Angelina Erhorn und Stine Paeper von ihrer Teilnahme an der Weltleitmesse für Konsumgüter in Frankfurt: „Wir waren noch nicht auf der Ambiente, dies ist unser erstes Mal. Wir hoffen, interessante Kontakte knüpfen zu können und unsere Produkte bekannt zu machen! Wir sind sehr gespannt, da es die erste große Messe ist, auf der wir ausstellen. Da wir uns viel mit Porzellan beschäftigen, interessiert uns dieser Bereich natürlich sehr.“

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