Manche mögen’s weiß – die ewige Lust auf Weiß.

Weiß ist heiß. Die Farbe Weiß gehört klassisch zur Tonart des Sommers. Wie Wohnaccessoires und Tafelgeschirr mit der „reinen“ Farbe ein wahres ästhetisches Feuerwerk abfeuern, bewies die Ambiente 2015. Weiß lässt keinen kalt, der zeitlos-elegant, pur oder skandinavisch-frisch wohnen will. Im Ambiente Blog spüren wir dem Faszinosum des weißen Farbenspiels nach.

Was ist es eigentlich, das uns an Stapeln blütenweißer Bettwäsche oder an Reihen weißen Porzellangeschirrs so anspricht? Weiß verdankt seine positive psychische Wirkung dem Blick ins Helle, ins Licht. Eine durchaus archaische Erfahrung. Orte der Kontemplation nutzen seit Jahrhunderten die „reine“ Farbe spirituell und gestalterisch. So werden mit ihr Zonen der Ruhe und des Rückzugs markiert. Weniger kann so viel mehr sein, steckt als weise Botschaft darin. Dass die Konzentration auf das Einfache und Essenzielle wirksam Körper, Geist und Seele in Einklang bringt, wurde für die Gestaltung von Wohnräumen längst erkannt.

Origami-Stil-Weisston-Schalen-Deckenleuchten-Weiss

Weiß ist nicht gleich Weiß
Keine Frage, ein weißes Interieur kann leicht clean wirken. Hier kommt es auf die richtige Dosis an und wo ein Weißton seinen Charakter voll zur Geltung bringt. Bei einem bläulichen, klaren Weiß tritt der Farbton eher kühl auf, bei Altweiß oder Creme gewinnt das Weiß durch den beigen Unterton optisch an Wärme. Weiß kann je nach Nuance unterschiedliche Stimmungen erzeugen, sogar Räume optisch vergrößern, da die Farbe das Licht reflektiert und verstärkt. Gerade jetzt im Sommer schmeichelt viel sanftes Weiß im Haus und schafft überall Leichtigkeit und Weite. Für eine Wohlfühlatmosphäre ist Weiß, ob als Wandfarbe oder auf Möbeln und Accessoires, ein zeitloses Muss. Dahinter steckt viel Psychologie. Mit Weiß leben, heißt, klare (Licht-)Zeichen gegen den oft hektischen Alltag zu setzen. Manchmal sehnen wir uns nach dem einfachen Dasein in Ruhe und Harmonie, wie es beispielsweise in Klöstern gelebt wird. Viel Weiß, ehrliches Holz, kein Prunk und Schnörkel – einfach alles, was den Blick auf das Wesentliche schärft. Natürlich ist unser Zuhause keine schlichte Klosterzelle der Demut, aber wir können uns mit weis(s)en Dingen umgeben, welche uns auf angenehme Weise erden. Als meditativer Ruhepol lieben wir Deckenleuchten im angesagten Origami-Stil. Auch pure weiße Schalen, die ebenso an filigrane Kunstwerke aus gefaltetem Papier erinnern, setzen bewegliche Akzente. Ein Trend, der uns bezaubert. Weiß bringt eben alles in einen sanften, ruhigen Fluss, ohne zu beschweren – das ist das Geheimnis.

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Weißes Gold
Makelloses, schneeweißes Porzellangeschirr – gern traditionsreiche Serien – gehört zu den Basics, die fast jeder besitzt. Die Ambiente 2015 servierte überraschende Trends, die alle zum klassischen „weißen Gold“ passen. Auf der Klaviatur der angesagten Farben schätzen wir besonders die Pudertöne, denn sie geben selbst einem in die Jahre gekommenen Service wieder Kraft. Und wie leicht diese Verjüngung gelingt! Da rundet beispielsweise eine unaufgeregte Tischvase in feinem Steingrau das Weiß-Ensemble mit einem edlen Hauch ab, oder ein derber Holztisch kommt als stylishe Basis für brandneue „Weis(s)heiten“ daher – perfekt! Ohnehin lässt sich reinweißes Geschirr bei jedem Tafelauftritt mit Accessoires effektvoll neu dekorieren, sodass die Stücke nie langweilig werden.

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Ruhepole
Essen hält Leib und Seele zusammen, heißt es. Stimmt, aber erst die Farbe Weiß ist das Salz in der Suppe, sagen wir. Denn, ist es nicht eine Lust, das Hochamt jedes Design-Puristen, von weißen Porzellantellern zu essen, aus einfachen Tassen zu trinken, die historischen Formen modern huldigen und leicht wie Pergament scheinen? Als Wohltat und Augenschmaus dürfen genauso schlichte Krüge und riesige Schalen gelten, die wir auf der Ambiente entdeckt haben und in die wir uns in Gedanken sogleich Milch und frisches, noch warmes Brot wünschten. Einfach herrlich! Ohne Anstrengung fühlen wir uns durch die weißen „Ruhepole“ in der Genussrunde an einen stillen Sehnsuchtsort versetzt.

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