Champagner & Charity – Jan Josef Liefers und Olaf Hajek.

„Champagner ist ein geselliges Getränk“, weiß Schauspieler und Musiker Jan Josef Liefers. Auf der Ambiente 2015 stellte der prominente Berliner mit dem international renommierten Illustrator Olaf Hajek eine prickelnde Champagnerglas-Kollektion vor, deren Verkaufserlös zu einem beachtlichen Teil der NCL-Stiftung (Kinderdemenz) zugutekommt. Warum selbst der entzückend kauzige Medizinprofessor Karl-Friedrich Boerne – Liefers beliebter „Tatort“-Charakter – bei einem schönen Getränk nicht nein sagt, erzählte uns der Schauspieler bei einigen unwiderstehlichen Gläsern.

Zwei von der Spree, eine gute Sache. Man hörte voneinander, kannte und schätzte die Arbeiten des anderen – kleine Welt Berlin. Bei Ritzenhoff-Markenbotschafter Jan Josef Liefers und Illustrator Olaf Hajek stimmt die kreative Chemie, das spürt man. Am Messestand erleben wir die beiden wie alte Freunde. Sie lachen, nehmen sich aufs Korn. „Bei deinen ersten Entwürfen für das Glasdekor war ein überfahrenes Wildschwein dabei“, neckt Liefers. Von ihm kam der Impuls, Olaf Hajek, dessen virtuose Zeichnungen schon in der Vogue, The New York Times, Rolling Stone (um nur einige Auftraggeber zu nennen) sowie auf Briefmarken der britischen Royal Mail zu sehen waren, für das Charity-Projekt des deutschen Glasherstellers ins Boot zu holen. Der Funke sprang über, Skizzen wurden bei persönlichen Treffen heiß diskutiert, am Ende standen acht Champagnergläser mit „tierischem“ Dekor auf dem Tisch: Leopard, Affe, Vögel und andere famose Exoten.

Illustration Liefers Hajek - Champagner Gläser - Messe Frankfurt Ambiente

Mit der achtteiligen „White Label“-Special Edition seines Topsellers „Champus“ unterstützt das Traditionsunternehmen Ritzenhoff die Forschungsarbeit der NCL-Stiftung, für die sich Jan Josef Liefers bereits viele Jahre stark macht. NCL (Batten Disease), die häufigste Form von Kinderdemenz, ist bislang kaum erforscht. „NCL hat keine Lobby und ist für die Pharmaindustrie uninteressant, weil sie nur wenige Menschen befällt, aber die erkrankten Kinder und ihre Familien in großes Leid stürzt“, erläutert der Schauspieler sein Engagement für die Stiftung.

Typisch für Olaf Hajeks Arbeiten sind die fast surrealen Arrangements, geschöpft aus dem Fundus diverser Kulturen. Seinen blumigen Stil, den der Künstler selbst als „the imperfection of beauty“ bezeichnet, schärft er auf vielen Reisen. Manches erinnert an Bilder aus alten botanischen und zoologischen Lehrwerken, einiges an liebevoll gestaltete Märchenbücher. Bezaubernd und ohne einen Hauch von Kitsch, finden wir. Hajeks fabelhafte Flora und Fauna sorgt ganz aktuell auch bei Tapeten und hochwertigen „duften“ Produktverpackungen für Furore.

Illustration Liefers Hajek - Champagner Gläser - Messe Frankfurt Ambiente

„Sieht der Leopard nicht aus, als sei er ins Glas gefallen?“, fragt Jan Josef Liefers, um sogleich zu schwärmen: „Das Schwebende und Leichte daran mag ich. Und so passen die Zeichnungen zur klassischen Sektlaune. Paradiesisch sind sie außerdem.“ Gern trinke er mit seiner Frau – Schauspielerin und Musikerin Anna Loos – Champagner, immer dann, „wenn wir Lust haben, die Nacht durchzumachen, denn schon nach einem Glas kann ich nicht mehr einschlafen – Schampus macht mich kribbelig, knipst mich an“. Allerdings spreche nichts dagegen, so Liefers, aus edlen Gläsern auch Wasser zu trinken: „Wo Luxus anfängt, wo er aufhört, entscheidet jeder für sich. Wenn ich ein schönes Glas in der Hand halte, weiß ich, jetzt ist Auszeit, keine Termine. Ich darf mich treiben lassen.“ Sogar den hessischen Apfelwein kann er sich in den von Olaf Hajek gestalteten Gläsern vorstellen, der gebürtige Dresdner ist ein großer Fan des Kultgetränks. „Immer wenn ich für meine Konzerte in Frankfurt bin, könnte ich mich glatt in den Äppler reinlegen, so gut ist er.“ Diesmal habe ihn eine andere gute Sache in die Stadt gerufen, auf der Ambiente will er der NCL-Stiftung helfen. „Sonst bin ich eher auf Motorradmessen.“

Ein starkes Team, diese zwei Berliner. Absolut harmonisch. Mit anderen Worten: meilenweit vom streitlustigen „Tatort“-Duo aus Münster entfernt. Seit fast 15 Jahren spielt Jan Josef Liefers den eloquenten Forensiker Professor Karl-Friedrich Boerne. Dieser gibt sich über die Schmerzgrenze hinaus arrogant und muss immer das letzte Wort haben. So auch bei uns. Jan Josef Liefers spricht ihm aus der Seele: „Boerne ist ein Rotweintrinker. Ein einsamer Mensch, der keinen zum Reden hat. Vielleicht findet er irgendwann eine Dame, die intelligent und belesen genug ist, ihm das Wasser zu reichen. Oder mit ihm Champagner zu trinken, was er nicht kennt. Er müsste in den sinnlichen Genuss erst eingeführt werden.“ Der Schauspieler lacht: „Oh, das klingt ja wie eine Kontaktanzeige für Boerne.“ Immerhin hätte es der Professor mit den neuen Ritzenhoff-Gläsern leicht, die sind nämlich spülmaschinenfest. 

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